Frauen auf DM sehr erfolgreich
Zu einer glanzvollen Meisterschaft der Frauen entwickelten sich die 7. Deutschen Meisterschaften, die innerhalb von drei Jahren zum 2. Mal in der Hotzenwaldhalle von Görwihl im Südschwarzwald ausgetragen wurden. Besonders die hervorragende Organisation durch den ehemaligen Präsidenten des DBV, Friedrich Schupp, war ein Garant für diese mustergültig verlaufende Boxmeisterschaft. Die 63 angereisten Athletinnen der Landesverbände des DBV sprühten vor Ehrgeiz, zeigten hervorragende boxerische und technische Leistungen, sicher auch dadurch motiviert, dass Frauenboxen ab dem Jahre 2012 in London olympische Disziplin sein wird. Nicht alle Athletinnen, die sich im letzten Jahr durchsetzt hatten, konnten ihren Titel erfolgreich verteidigen.Auch Westfalen konnte mit der ehrgeizigen Goda Dailydaite vom DBS 20/50 Dortmund mit einem Titeigewinn die Heimreise antreten. In der Gewichtsklasse bis 57kg zeigte Goda überzeugende Leistungen und konnte sich souverän bis ins Finale durchsetzen. Auch im Finale hatte sie keine Mühe gegen die international erprobte Tasheena Burgar vom Karlruher SC einen Überzeugenden Sieg zu erkämpfen. Nebem dem Titel der Deutschen Meisterin wurde sie auch als beste Technikern ausgezeichnet. Bereits bei den diesjährigen Deutschen Studentenmeisterschaften hatte Goda Dailydaite den Titel errungen. Der Vorstand des Westfälischen Amateur.Boxverbandes spricht Ihr Anerkennung aus und wünscht der Athletin weiterhin eine erfolgreiche
Frauenboxen ist olympisch
Der Durchbruch ist geschafft, denn nachdem der DBV das Frauenboxen 1995 in sein Programm aufnahm und im Jahr 2003 die ersten deutschen Meisterschaften ausgetragen wurden, wird Frauenboxen nun auch olympisch.
Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) unter der Leitung von IOC-Präsident Dr. Jacques Rogge hat bei der Sitzung am 13. August in Berlin entschieden, dass Frauenboxen bei den Olympischen Spielen im Jahr 2012 in London in das Programm aufgenommen wird.
Die Frauen werden also in London in drei Gewichtsklassen, Fliegengewicht (48-51 Kg) , Leichtgewicht (56-60 Kg), Mittelgewicht (69-75 Kg) starten, wobei in jeder der genannten Gewichtsklassen je 12 Boxerinnen teilnehmen werden, also 36 Frauen.
Da die zulässige Gesamtzahl von 286 boxenden Teilnehmerinnen/er nicht überschritten wird, werden die Gewichtsklassen der Männer von bisher elf auf zehn Klassen reduziert, es erfolgt demnach auch eine neue Gewichtsklassenreglung für die Männer.
Boxen war bisher die einzige olympische Sportart, bei der nur Männer zugelassen waren. Im Gegenzug bleiben Frauen bisher nur noch beim Synchronschwimmen ganz unter sich.
Übrigens, die nächsten deutschen Meisterschaften der Frauen finden vom 30.09.-03.10.2009 in Görwihl/LV Baden statt.
Alexander Mazur
(DBV-Pressesprecher)
14.08.09Frauenboxen wird olympisch
Bezirk ist unzufrieden
Klaus Koesfeld hatte alle Vereine zusammengerufen, um nach dem DBV-Kongreß die Abstimmungen und beschlossenen Maßnahmen zu erläutern.
WABV-Präsident Heinrich Karsten gab einen Einblick in die aktuelle Situation des DBV, wie er sich beim Kongreß darstellte, besonders in die Personal- und Finanzsituation. Die Abstimmungsmehrheiten kommen durch die Bündelung der Stimmen der Landesverbände entsprechend ihrer Mitgliedsvereine auf einzelne Deligierte oft durch gegenseitige vorherige Absprachen zustande. Einige Landesverbände haben dabei besonderes Gewicht bekommen.
Es entwickelte sich unter den Anwesenden eine heftige Diskussion. Bemängelt wurde die Vorstandswahl des DBV, weil es den Anschein hat, dass jene, die die Notlage des DBV ausgelöst haben, nun auch wieder Entschiedungsverantwortliche bleiben. Zur Lösung der Finanzsituation wird der Unmut darüber deutlich artikuliert, dass es zu beschlossenen Beitragserhöhungen kommt in einem Umfang, der den einzelnen Vereinen unzumutbare Einschränkungen abverlangt. Die Insolvenz des DBV ist zwar abgewendet, ein schlechtes Gefühl aber bleibt bei der derzeitigen Lage unbedingt bestehen.
Es wird bedauert, dass durch den Rücktritt von H. Karsten als Vizepräsident und Dr. H-P.Strickrodt als Sportdirektor auf die unmittelbare Fachkompetenz von zwei verdienten Experten unseres Landesverbandes in der Leitung des DBV verzichtet wird .
Die anwesenden Vereinsvertreter zeigten nachhaltigen Unmut über die aktuelle Entwicklung.
Sportwart Klaus Koesfeld gab einen Einblick in die Kostenentwicklung/-Planung für die zukünftige Trainerausbildung und -Verlängerung. Einzelheiten sind beim Sportwart des WABV zu hinterfragen. Mit erheblichen Preiserhöhungen ist zu rechnen, die die Vereine aufbringen und wahrscheinlich umlegen müssen.
DBV im Focus
der Kongress hat stattgefunden, eine wirkliche Klärung finanzieller Verhältnisse und dauerhafte Absicherung des Betriebs besonders auch für die Vereine vor Ort bleibt ungelöst. Mit sorgloser Buchführung, Vermischung der Haushalte, unnützen Ausgaben oder finanzieller Schieflage beschreibt ein Funktionär öffentlich die Umstände. Fianzielle Rückforderungen des Bundesministerium des Inneren BMI bleiben bestehen, Abrechnungen aus den letzten beiden Jahren stehen zudem noch aus.
Eines ist jetzt schon siche: Gebühren und Mitgliedsbeiträge wird der DBV deutlich anheben und damit werden die Landesverbände auch ihre Vereine erheblich zur Kasse bitten müssen. Und im VCorstand ist trotz augenscheinlicher Klärung durch Neuwahlen erheblicher personeller Schaden entstanden.
Unser Landes-Verbands-Präsident Heinrich Karsten steht als Vizepräsident des DBV nicht mehr zur Verfügung, auch der neue hauptberufliche Sportdirektor des DBV, unser Vorstandsmitglied Dr. Horst-Peter Strickrodt hat sich zurückgezogen.
Neuer DBV-Präsident ist Jürgen Kyas (Niedersachsen) - weitere Vorstandsposten siehe Webseite des DBV.
Klartext: unsere aktuellen Probleme sind deutlicher geworden, sie zu beheben, erfordert gemeinsame Anstrengung des BMI, des Olympischen Sportbundes, des DBV und wird jeden Amateurboxer bis in den kleinsten Verein noch Nerven ebenso wie Geld kosten. Die Zukunft des Boxsports in Deutschland ist nicht unproblematisch - aber irgendwie haben wir ja alle kämpfen gelernt.
M.Kleymann; Pressewart WABV
Wirbel um Kampfsport UFC
Aufregung um Kampfsport
Die Zeitungen waren voller Kommentare zum UFC-Kampf in Köln. Ultimate fighting und damit der Kampfsport allgemein kam erneut in ein spektakuläres Licht.
Nun hat der Kampfabend stattgefunden - und es gibt keinen Grund, sich weiter aufzuregen. 12.000 Zuschauer, eine ausverkaufte Lanxess-Arena sind ein deutliches Votum für das Interesse am gemischten Kampfsport MMA. Die Kämpfe erschlossen sich dem Publikum aber relativ schwer, Stilelemente des Boxens waren vielleicht noch erkennbar und anerkennenswert, Trittkombinationen aus dem Kickboxen sah man nicht so viele, die Arbeit der Athleten in Bodenkampfszenen blieb vielen Zuschauern unerkennbar. Dennoch bleibt anzuerkennen, dass hier intensiver und zweifelsfreier Sport mit beachtlichen Leistungen gezeigt wurde. Ob er für Zuschauer attraktiv bleibt, wird sich zeigen. Für Kämpfer ist er es auf jeden Fall - aber es ist eben kein Sport für Jedermann.
Seien wir froh, dass wir den wesentlich verständlicheren und für die Zuschauer klarer nachzuvollziehenden Boxsport haben als einen Kampfsport auch im Amateurbereich und im Vereinswesen, der mehr öffentliche Aufmerksamkeit endlich wieder verdient hätte.
Michael Kleymann, Pressewart WABV
Das müssen wir uns sagen lassen
Warum bekommen die Amateurboxer so wenig öffentliche Aufmerksamkeit von den Medien? Dazu einige Zitate aus der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift BOX-Sport:
Amateurkämpfe sind dem breiten Publikum kaum zuzumuten. Ich habe bei den olympischen Spielen in Peking von den insgesamt 280 Kämpfen 260 selbst gesehen. Amateurboxen ist kein Boxen mehr. ... Wenn wir kaum Amateurkämpfe übertragen, liegt das an der mangelnden Qualität der deutschen Amateure. Wir würden gern einmal von Europa- oder Weltmeisterschaften berichten. Leider fehlen da in Deutschland die Namen, mit denen Zuschauer anzulocken wären. Olympia hat das erneut unterstrichen.
Das sagt Wolf-Dieter Jacobi, Sportchef des für Boxübertragungen zuständigen MDR.
neue Altersklassen
wir werden uns daran gewöhnen, es gibt nun neue Bezeichnungen für die Alterklassen:
Junioren (geb. 90/91) sind jetzt Jugend
Kadetten (geb. 92/93) sind jetzt Junioren
Jugend (geb. 94/95) sind jetzt Kadetten
Schüler (geb. 96/97) bleiben weiterhin Schüler
diese Meldung entnehmen wir einem Rundbrief des Jugendwarts Jürgen Schmidt
In eigener Sache
Lieber Sportfreund, Du suchst hier vielleicht Meldungen über Veranstaltungen, die Du besuchst hast oder von denen Du gehört hast - und findest nichts. Der häufigste Grund für diesen bedauerlichen Mangel geben uns die Veranstalter selbst. Denn ihre Aufgabe wäre es, mich als Pressewart des Verbandes aktuell zu informieren, mir die Ergebnislisten (Dateien) zu schicken und Eindrücke der verschiedenen Kämpfe zu übermitteln. Ich kann hier nur einstellen, was mir zugemailt wird. Auch wenn ich selbst versuche, zumindest bei den wichtigsten Wettkämpfen anwesend zu sein, kann ich nicht selbst über alle berichten.
Ich bitte also die Veranstalter herzlich darum, mir Datensäze von den Ergebnislisten zukommen zu lassen. Aber auch wichtige andere Ereignisse aus dem Vereinsleben der Boxklubs will ich gerne hier veröffentlichen - soweit sie mir kundgetan werden.
Jeder Verein, deren Pressewarte oder Vereinsvorstände oder weitere Personen sind dazu herzlich eingeladen, um unsere Internetseite inhaltlich vielfältiger zu gestalten.
Michael Kleymann, Pressewart